Tag 1 der „30 Days Without Sugar“ Challenge ist vorbei und da mich in der kurzen Zeit schon viele Leute gefragt haben, was ich denn nun jetzt esse, bzw ob es gestern „anstrengend“ war, folgt nun ein kleiner Bericht zum gestrigen Tag.

Der Tag beginnt bei mir in der letzten Zeit meistens gegen 7.30/8.00 Uhr. Obwohl ich nach Abgabe der Masterarbeit auch einfach täglich ausschlafen könnte, mag ich es inzwischen nicht mehr sehr lange zu schlafen. Zumindest habe ich dann immer das Gefühl, dass der halbe Tag schon vorbei ist. Nach dem Aufstehen gibt es bei mir normalerweise erstmal einen Kaffee mit etwas Milch und Frühstück. In der Regel ist das entweder ein Pancake oder Eier mit Bacon. Einen Pancake war von vorneherein raus und auch Eier mit Bacon kann ich leider während der Challenge nicht essen. Warum? Weil in jeglichem Bacon aus dem Supermarkt Dextrose ist. Für die Proteine und Fette aus dem Bacon fand ich aber auch relativ guten Ersatz mit Avocado und Quäse (ich bin kein Fan von Harzer Käse, aber der „milde“ Quäse schmeckt mir wirklich richtig gut). Dazu gab es dann noch zwei Eier, eine Scheibe Gersterbrot und Paprika. Für den Anfang des Tages war ich so zumindest schon mal glücklich gestimmt.

Mit dem Snack vor dem Training wurde es bei mir am frühen Vormittag allerdings etwas kritischer. Normalerweise würde ich Haferflocken mit ein wenig Proteinpulver und Apfel oder Banane essen. Die Proteine aus dem Proteinpulver ersetze ich einfach mal mit „echtem“ Essen (verrückt, ich weiß ;-P), in Form von fettarmen Hüttenkäse. Die fehlenden Kohlenhydrate, die ich sonst in Form einer süßen Frucht zu mir genommen hätte kompensierte ich durch mehr Haferflocken. Zum Schluss gab ich noch ein wenig ungezuckerten Backkakao und Milch zu meinem Haferbrei… Okay. Ich gebe zu: es war sehr gewöhnungsbedürftig und auch nicht sooo überragend lecker. Der Backkakao ist einfach leicht bitter und die Süße der Milch schmeckt man nach nur einem halben Tag ohne zugesetzte Zucker oder Süßstoffe natürlich auch noch nicht wirklich raus. Man muss den Geschmacksknospen einfach erstmal Zeit geben, sich neu für „süße“ Dinge zu sensibilisieren.. Ich bin gespannt wie süß mir der gleiche Snack gegen Ende der Challenge vorkommen wird (ich werde es testen!). Auf jeden Fall habe ich heute den gleichen Snack gegessen und dieses Mal auch ein paar Beeren hinzu gegeben. Das zugeben von Früchten ist in jedem Fall immer ein guter Trick um auf natürlichem Wege zu Süßen. Gestern habe ich mich allerdings auch mit vollem Bewusstsein dagegen entschlossen Beeren zuzufügen, da ich einfach mal erleben wollte, wie dieser Snack komplett ohne zugesetzten Zucker schmeckt. Ich bin bei sowas dann auch etwas experimentierfreudig und schaue gerne wie mein Körper, bzw mein Geschmackssinn einen solchen Snack ohne künstliche Zuckerersatzstoffe wahrnimmt.

Gegen Mittag fuhr ich dann zum Training. Für die Trainingseinheit Gewichtheben brauchte ich gestern knappe 2 Stunden. Danach arbeitete ich noch etwas an meiner Rumpfmuskulatur und fuhr ziemlich hungrig nach Hause. Meine Hauptmahlzeit nach dem Sport war dann Hühnchen mit vielerlei frischem Gemüse, gekochten Kartoffeln und einer Avocado-Frischkäse Sauce. Hier musste ich dann eigentlich auf nichts besonderes achten, da dies auch eine Hauptmahlzeit an jedem anderen Tag außerhalb der Challenge sein könnte. Allerdings musste ich auch hier etwas mehr Hähnchen und etwas mehr Kartoffeln als gewohnt essen um ausreichend Proteine und Kohlenhydrate zu mir zu nehmen.

img_3445Gegen Abend bekam ich dann nochmal etwas Hunger und da ich auch immer noch einige Makros offen hatte, pürierte ich mir ein paar gefrorene Beeren mit fettarmen Hüttenkäse und ungezuckertem Erdnussmus. Die Makros waren damit voll, ich satt und der erste Tag überstanden. Bis auf meinen nicht so leckeren Haferbrei vor dem Training (den ich wie gesagt heute allerdings durch die Zugabe von Beeren deutlich leckerer fand) war der erste Tag auch nicht wirklich „schlimm“. Das einzige wobei ich etwas umdenken musste waren die Snacks, wo ich normalerweise Proteinpulver dazu gegeben hätte. Allerdings kriege ich wie man sieht auch ohne Proteinpulver meinen Eiweißbedarf gedeckt ;).

Auf dem Bild sieht man nochmal eine „Zusammenfassung“ meiner Mahlzeiten. Ja. Im echten Leben richte ich nicht jedes einzelne Gericht super stylisch an ;). Schockierend. Ich weiß. In der Regel esse ich übrigens 4-5 Mahlzeiten pro Tag.

Im Vergleich zur Paleo Challenge kann ich jetzt schon prognostizieren, dass mir diese Challenge deutlich leichter fallen wird. Mir ist gestern das erste Mal richtig aufgefallen, wie sehr sich meine Ernährung einfach schon über die letzten Jahre verändert hat. Da ich mich ohnehin schon viel mit Ernährung auseinander setze und auch bewusster auf die Lebensmittel die ich esse achte, ging schon alleine das Einkaufen für die jetzige Challenge viel schneller als gedacht. Man kennt inzwischen einfach die Lebensmittel die keinen zugesetzten Zucker haben und wenn man sich nicht sicher ist, so ist der versteckte Zucker zumindest in der Zutatenliste auch schnell identifiziert.

Eine gesünderer Ernährungsweise ist wirklich keine Hexerei. Das einzige was man benötigt ist einfach ein bisschen Willenskraft und die Muße dazu, sich auch die ein oder andere Zutatenliste einfach mal durchzulesen.

In diesem Sinne: ich werde bald wieder berichten wie es läuft und ob ich in wieder so krasse Entzugserscheinungen bekommen werde wie bei der Paleo Challenge :)!

2 thoughts on “30 Days Without Sugar // Full day of eating”

  1. Hey Pauli, wieder sehr interessant!!!! Wie erkenne ich denn den versteckten Zucker in der Zutatenliste? 👀 Also was steht da in der Regel? Dextrose oder gibt es noch ein anderes Wort das Zucker in sich versteckt und Laien wie ich nicht kennen? 😉
    Hätte ich ja nicht gedacht dass in bacon Zucker drin ist!!!! Krass!!!
    Wie stehst du zu Agavendicksaft? Das mache ich echt viel in mein Essen weil ich mal gelesen hab dass es besser ist als Zucker?! Aber eigentlich weiß ich nicht warum?!
    Liebe Grüße 💪🏽 Ina

    1. Hallo liebe Ina,
      erstmal DANKE <3 :)!Zu dem zugesetzten Zucker: das hast du schon richtig durchschaut, Dextrose ist nur einer von vielen Begriffen für Zucker.. Schau mal in den Artikel mit den "Tipps" für die 30 Tage ohne Zucker Challenge, da habe ich eine kleine Liste mit den meist verwendeten Namen für versteckte Zucker. Es ist wirklich super erschreckend wo überall unnötig Zucker zugegeben wird. Zu dem Agavendicksaft: ich selbst benutze immer Honig. Agavendicksaft habe ich bisher noch nie verwendet und ich habe auch einige Debatten darüber gelesen, dass es als "gesünder" vermarktet wird als er ist. Grundsätzlich besteht der Agavendicksaft nämlich aus Glukose und Fruktose (also zwei verschiedenen Zuckerarten), wobei der Fruktosegehalt überwiegt. Da Fruktose in größeren Mengen nicht so gesund ist und Agavendicksaft im Vergleich zu zB Honig auch weniger Nährstoffe und Vitamine hat, bevorzuge ich persönlich eben Honig :).
      Liebe Grüße

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