In den letzten Wochen ist es ziemlich ruhig auf meinem Blog geworden und auch die Berichte über diverse Wettkämpfe haben doch deutlich nachgelassen.

Warum? Weil ich zur Zeit an einem etwas größeren, fantastischen Projekt arbeite, welches ich hoffentlich in ein paar Monaten glücklich und zufrieden mit euch teilen kann 😊. Jeder Tag hat ja bekanntlich (leider) nur 24 Stunden, in denen ich neben meiner Tätigkeit als Promotionsstudentin auch noch trainieren, essen, kochen, seit Anfang des Jahres auch oft zwischen Göttingen und Hannover pendeln, als auch irgendwann mal Zeit mit meinem Freund verbringen oder einfach mal schlafen muss. Ich hoffe, dass sobald sich der ganze Stress ein bisschen legt, ich auch wieder mehr Zeit zum Kochen, Backen und Kreieren neuer, leckerer Rezepte komme.

Auf jeden Fall dachte ich mal, ich nutze den Sonntag um euch auch erzählen, warum ich nicht mal mehr großartig über gelaufene Wettkämpfe im Gewichtheben berichtet habe. Die traurige Wahrheit ist, dass es einfach nicht viel zu berichten gab.

Wer mir auf Instagram folgt der hat wahrscheinlich mitbekommen, dass ich seit Ende letzten Jahres mit einer entzündeten Bizepssehne zu kämpfen habe. Angefangen hat der ganze Spaß ungefähr Ende Oktober, mit einem kleinen ziehen „irgendwo in der Schulter“. Nachdem das letzte Jahr für mich durch massiven Stress sportlich die reinste Katastrophe war, war ich Ende letzten Jahres endlich wieder „auf dem richtigen Weg“. Ich machte langsam aber sicher wieder Fortschritte, fühlte mich stärker, besser und war bereit wieder Vollgas im Training zu geben. Das Ziepen in meiner Schulter nahm ich nicht wirklich ernst… Ich rollte es wahnsinnig viel aus, dachte die ganze Zeit „es ist sicher nur irgendwas geklemmt, das geht bald wieder weg“. Ich trainierte weiter. Woche für Woche verging, der Schmerz wurde statt besser schlimmer und ich redete mir immer noch ein, dass es ja alles überhaupt nicht schlimm ist. Ich redete es mir solange ein, bis ich nicht mal mehr in der Lage dazu war mir alleine einen Pullover über den Kopf zu ziehen. Die Diagnose mit meiner meist gefürchtetsten Aussage folgte einige Tage später: „Entzündete Bizepssehne und definitiv KEIN Gewichtheben für die nächsten Wochen!“. Natürlich heißt das nicht, dass man garnichts mehr für den Oberkörper machen darf, aber alle ruckartigen Bewegungen und Bewegungen über Kopf gingen einfach überhaupt nicht. Ich muss dazu sagen, dass die Entzündung zu diesem Zeitpunkt wirklich wahnsinnig schlimm war und ich wie gesagt nicht mal schmerzfrei den Arm heben konnte. Hätte man eventuell mal eher auf den Körper gehört und wäre man etwas klüger gewesen, hätte man sich das alles was seitdem gefolgt ist auch sparen können.

Nach wenigen Wochen, nachdem ich meiner Sehne etwas Ruhe gegönnt und vor allem meine Beine trainiert hatte, fing ich trotz besorgter Stimmen aus meinem Umfeld wieder an Gewichtheben zu machen. Nicht schwer, aber selbstverständlich viel zu schnell wieder zu schwer für die immer noch leicht schmerzende Sehne. Seither folgte dann folgendes Schema: wenig Schmerzen in der Schulter -> ich übertreibe im Training -> Entzündung wird schlimmer -> Pause -> gleiches Spiel von vorne.

Das dieses Verhalten von mir absolut idiotisch und dumm war, darüber brauchen wir nicht sprechen. Es ist auch nicht so, dass mir nahe stehende Menschen nicht versucht hätten mir den Kopf zu waschen… aber ich wollte einfach nicht hören. Ich wollte einfach nur wieder normal trainieren.

Das Ende vom Lied: ein halbes Jahr später sitze ich da und habe viel zu spät eingesehen, dass ich einfach einmal eine RICHTIGE Pause machen muss. Dies bedeutet nicht, „weniger“ oder „leichter“ Gewichtheben zu machen. Es bedeutet gar kein Gewichtheben zu machen. Kein Überkopfdrücken, keine Überkopfkniebeugen, nichts. Natürlich versuche ich so gut es geht „drum herum“ zu trainieren und trotzdem weiter so stärker zu werden wie ich nur kann. Dies schaffe ich zur Zeit auch vor allem mit der Hilfe von meinem Freund, der mich inzwischen auch hauptsächlich trainiert.

Ich bin gespannt was das Jahr noch so bereit hält und wie sich die neu gewonnene Kraft irgendwann mal im Gewichtheben umsetzen lässt (im wahrsten Sinne des Wortes :D). Natürlich habe ich auch Angst davor, wie es sein wird wieder Gewichtheben zu machen, nachdem ich die Bewegungsmuster des Reißens und Stoßens so lange nicht mehr richtig trainieren konnte.. Aber insgesamt ist das jetzt auch komplett zweitrangig. Wichtiger ist es, dass ich erstmal wieder schmerzfrei und heile bin. Über alles andere werde ich mir dann Gedanken machen, wenn es soweit ist. Oder eben auch nicht. Zu viele Gedanken machen oder übermäßig frustriert sein hat ohnehin noch nie jemandem etwas gebracht.

Damit dieses frustrierende Thema meiner entzündeten Sehne aber noch positiv abschlossen werden kann, gibt es noch ein Rezept für leckere Apfel-Vanille Muffins :)!

Ich wünsch euch noch einen entspannten Sonntag!

Apfel-Vanille Muffins // Apple-Vanilla Muffins
Rezept drucken/Print recipe
Portionen Vorbereitung
9 Muffins 10 Minuten
Kochzeit
25 Minuten
Portionen Vorbereitung
9 Muffins 10 Minuten
Kochzeit
25 Minuten
Apfel-Vanille Muffins // Apple-Vanilla Muffins
Rezept drucken/Print recipe
Portionen Vorbereitung
9 Muffins 10 Minuten
Kochzeit
25 Minuten
Portionen Vorbereitung
9 Muffins 10 Minuten
Kochzeit
25 Minuten
Zutaten
  • 400 g geriebene Äpfel/grated apples ~ zwei mittelgroße Äpfel/two medium-sized apples
  • 100 g Dinkelmehl/spelt flour
  • 50 g Kokosmehl/coconut flour
  • 30 g Xucker/Xylitol
  • 25 g Vanille Proteinpulver/vanilla protein powder
  • 3 Eier/eggs
  • 1-2 TL/tsp. Zimt/cinnamon
  • 1 TL/tsp. Backpulver/baking powder
Anleitungen
  1. Äpfel entkernen und auf einer groben Reibe zerreiben.
  2. Eier mit Xucker vermengen.
  3. In einer großen Schüssel Äpfel, Xucker-Ei-Mischung und alle restlichen Zutaten gut miteinander vermischen.
  4. Teig mit einem Esslöffel auf Muffinförmchen verteilen.
  5. Ca. 25 Minuten bei 175°C auf mittlerer Schiene im Ofen backen. Fertig :)!
Preparation
  1. At first core the apples and grate them.
  2. Mix eggs with the xylitol.
  3. In a large bowl combine the grated apples with the egg-xylitol mixture and mix till thoroughly.
  4. Using a table spoon portion out the dough into muffin cups.
  5. Bake at 175°C for 25 min. Done :)!
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