Essen. Ein ganz sensibles Thema bei den meisten der Menschen. In den letzten Jahren, in denen ich mich intensiver mit verschiedensten Ernährungsformen auseinandergesetzt habe und auch diverse Sachen ausprobiert habe blieb eine Sache immer gleich: solange man beim gemeinsamen Essen mit anderen Leuten (Familie mal ausgenommen) nicht unter „seines gleichen“ (und damit meine ich Menschen die sich irgendwie in der Fitnessindustrie bewegen) war, so kam man sich immer vor wie ein absoluter Freak. Angefangen bei den Fragen warum man den jetzt kein Brot esse, bis zu den Kommentaren „ob man nun schon wieder auf Diät sei“.. Die Blicke wenn man seine Tupperdose mit Gemüse, Reis und einer beliebigen Eiweißquelle auf den Tisch stellt und verwunderte Menschen fragen „ob man denn immer so essen müsse“. Zuerst einmal eine Sache vorweg: ich esse nichts, weil ich es essen MUSS. Vielmehr esse ich heutzutage nur noch das was ich möchte und das was mir schmeckt. Und jetzt mal mega shocking News: ich esse Kohlenhydrate. Viele. Auch nach 18 Uhr! Vielleicht wird es den einen oder anderen hier auch nicht schockieren, weil er oder sie sich auch mit Ernährung beschäftigt und die Wichtigkeit von Kohlenhydraten (und das nicht nur im Zusammenhang mit der Leistungsfähigkeit beim Sport) versteht.. ABER um Kohlenhydrate geht es mir in diesem Artikel gerade nicht vorrangig.. das wird vielleicht nochmal ein eigener Artikel :D.

Wie bereits schon erwähnt ernähre ich mich seit über einem Jahr nach dem Prinzip des „Flexible Dieting“. Dies bedeutet, dass ich mein Essen (phasenweise mal mehr oder weniger streng) abwiege und täglich versuche bestimmte Nährstoffziele an Protein, Fetten und Kohlenhydraten zu erreichen. Zusätzlich achte ich auch immer auf eine ausreichende Menge an Ballaststoffen. Was viele Menschen an dem Wort „Dieting“ missverstehen ist, dass sie es sofort mit einer Diät im Sinne des Gewichtsreduktion in Verbindung bringen. Für mich persönlich beschreibt das Wort „Diät“ aber einfach nur eine bestimmte Art und Weise sich zu ernähren.  Meine Ernährungsweise ist eben die (wie ich sie gerne nenne) „Flexible Ernährungsform“.  Warum ist das „Flexible Dieting“ aber so „flexibel“ und was zeichnet es aus? Um es ganz einfach auszudrücken: in dieser Ernährungsform unterscheiden wir nicht zwischen „gut“ und „schlecht“. Schokolade ist nicht der Teufel mit zwei Hörnern und Salat mit Hühnerbrust aber auch nicht der Weg zur Traumfigur. Stumpf gesagt essen wir was wir wollen, wann wir wollen und schauen dabei aber auf unsere Makronährstoffe. Ganz klar wird hier aber trotzdem kein „Cheat Life“ propagiert, in dem man seine Makros nur mit Süßigkeiten, Pizza und Pommes auffüllen soll. Ganz im Gegenteil wird eine ausgewogene, gesunde Ernährung empfohlen, in welcher man aber den Freiraum hat das verdammte Stück Schokolade zu essen wenn du Lust darauf hast. Und genau das ist es, was ich an dieser Ernährungsform liebe. Ich hätte von mir selbst nicht gedacht das ich mal Süßigkeiten zu Hause habe, die Wochen lang in der Ecke liegen und ich es tatsächlich schaffe nur von Zeit zu Zeit ein bisschen etwas davon zu essen. Klar habe auch ich mal hin und wieder meine Eskapaden, klar bin ich nicht immer 100% strikt und natürlich gibt es Phasen, in denen ich auch überhaupt nicht tracke. Ich denke, es kommt aber auch immer auf sein Ziel drauf an, wie strikt man ist. Wenn ich z.B. abnehmen möchte (oder muss für einen Wettkampf), so bin ich natürlich viel strikter und konsequenter mit der Einhaltung meiner Makros, als wenn ich wie z.B. um Weihnachten rum einfach nur dabei bin Kraft aufzubauen. Nichtsdestotrotz finde ich es gerade für Sportler mehr als sinnvoll seine Nährstoffziele zu kennen und zumindest ansatzweise auch zu verfolgen.

Wie auch immer. Seit knappen 4 Wochen esse ich mit dem Ziel der Gewichtsreduktion in einem leichten Kaloriendefizit. Ja, ich bin also auf einer „Diät“ zur Gewichtsreduktion. Aber ganz ehrlich? Es ist ganz und gar nicht schlimm, da ich immer noch genauso weiter esse wie bisher, nur eben hier und da ein bisschen weniger. So hab ich z.B. am Wochenende nur einen Muffin gegessen, anstatt vielleicht zwei oder drei :D.
Natürlich muss ich aber sagen, dass ich mich grundsätzlich schon relativ gesund und bewusst ernähre und es mir daher wahrscheinlich nicht so schwer fällt „gute Entscheidungen“ beim Essen zu treffen wie vielleicht anderen, die gerade erst dabei sind ihre Ernährung umzustellen.

Ein großer Faktor, der oft an meiner Ernährungsform kritisiert wird, ist das abwiegen des Essens. Viele können sich nicht vorstellen, dass es gar nicht mal sooo umständlich ist alles abzuwiegen. Ehrlich gesagt ist es aber nur ein kleiner Schritt mehr. Anstatt direkt vom Schneidebrettchen  in die Pfanne, geht´s vom Brettchen auf die Waage und dann erst in die Pfanne. Das sind pro Mahlzeit (mit dem eingeben bei der App meines Vertrauens, MyFitnessPal) vielleicht 2-3 Minuten Mehraufwand. Also so gesehen kein Aufwand.
Insgesamt bin ich der Meinung, dass man mit dem Flexible Dieting optimal seine Ziele erreichen kann. Natürlich gehört immer eine gewisse Disziplin dazu und mit Sicherheit ist eine Diät zur Gewichtsreduktion nie ein Spaziergang. Aber am Ende des Tages entscheidet man immer selbst was man sich zu Essen macht. Niemand anders außer uns selbst ist für das was man isst verantwortlich. Und wenn man Bock auf Muffins hat, dann backt man sich eben welche, isst sie und ist trotz Reduktionsdiät glücklich ;).

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Zitronen-Mohn Muffins 

Zutaten:

  • 150 g Hafermehl (150g Haferflocken einfach in Küchenmaschine zerkleinern)
  • 150 mL Buttermilch
  • 40 g Honig
  • 30 g Proteinpulver nach Wahl
  • 10 g Mohn
  • 2 Eier
  • Saft einer Zitrone
  • 1 Teelöffel Backpulver

Zubereitung:

  1. Zuerst die 150g Haferflocken in Küchenmaschine zu „Mehl“ zerkleinern.
  2. Nun Buttermilch, Honig, Proteinpulver, Eier und Zitronensaft hinzugeben und verrühren.
  3. Backpulver und Mohn hinzugeben und erneut mixen.
  4. Muffinförmchen mit wenig Butter einfetten und mit Muffinteig befüllen.
  5. Bei 175°C für 20-25 Minuten backen.

Portionen: 10 Muffins // 1 Muffin: 113 kcal, P:6.6 g / K: 13.1 g / F: 3.2 g

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Ingredients:

  • 150 g oat flour
  • 150 mL butter milk
  • 40 g honey
  • 30 g protein powder
  • 10 g poppy-seeds
  • 2 eggs
  • lemon juice from a medium sized lemon
  • 1 tsp backing powder

Preperation:

  1. Place 150 g of oats in a food processor and pulse till you have „flour“.
  2. Add butter milk, honey, protein powder, eggs and combine with the oat flour.
  3. Add backing poweder and poppy seeds, mix.
  4. Grease muffin tins with a little bit of butter and pour dough into the tins.
  5. Bake for 20-25 mins at 175°C.

Makes 10 Muffins // 1 Muffins: 113 kcal, P:6.6 g / C: 13.1 g / F: 3.2 g

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