Bevor ich zu dem Rezept für leckeren und trotzdem „leichten“ Käsekuchen komme, möchte ich noch kurz etwas über einen Strongman Wettkampf berichten.

Gestern fand in Hannover der 5. Totally Beginner Strongman Cup in der Box von CrossFit Hangover statt. Da mein Freund aktiv am Wettkampf in der -90kg Gewichtsklasse teilnahm, war ich selbstverständlich mit vor Ort. Zunächst einmal muss ich sagen, dass CrossFit Hangover eine wirklich schöne Box geworden ist. Das letzte Mal war ich dort vor drei Jahren, als die Box gerade erst eröffnet hatte. Zu diesem Zeitpunkt entschied ich mich auch nach knappen vier Jahren Kampfsport (Boxen um genau zu sein) zum CrossFit zu wechseln. Aufgrund eines anstehenden Auslandsaufenthaltes in Australien und des darauffolgenden Umzugs nach Göttingen war meine Mitgliedschaft dort zeitlich sehr begrenzt. In den drei Jahren ist auf jeden Fall viel passiert. Nicht nur ein ziemlich cooles Innendesign, auch eine tolle Austattung ist in der Box zu finden. Durch Headcoach Anett von der Weppen, welche selbst erfolgreiche Strongwoman ist, liegt definitiv auch ein „Strongman“ Flair in der Box. Alles in Allem der perfekte Ort für einen Strongman Wettkampf.

Der Wettkampf startete pünktlich um 11 Uhr und beinhaltete folgende Disziplinen:

Appolon Axle auf WDH
Frauen: 46Kg/31Kg
Männer: 75Kg/55Kg

Appolon Deadlift auf WDH
Frauen: 120Kg/80Kg
Männer: 200Kg/160Kg

Koffer 40m auf Zeit
Frauen: 50Kg
Männer: 90Kg

Loading auf Zeit:
Frauen:
Fass 40kg, Fass 50kg 6,50m, Kugel 50kg auf Podest 120cm laden
Männer:
Fass 50kg, Fass 70kg, 100kg 7,50m, Kugel 100kg auf Podest 120cm laden

Obwohl ich gestern nicht selbst „ran“ musste, war ich glaube ich mindestens genauso IMG_8047aufgeregt wie bei meinen eigenen Wettkämpfen. Schon während des Wettkampfs überraschte mein eigener Freund mich mit seiner krassen Leistung.. obwohl ich ihn eigentlich fast jeden Tag selbst beim Training sehe, war es doch ein neues Erlebnis sein Können im Vergleich zu anderen Athleten zu sehen. Es ist untertrieben zu sagen, dass ich stolz auf ihn bin (nicht nur weil er 1. in seiner Gewichtsklasse -90 kg geworden ist).

Eine weitere coole Erfahrung war vor allem aber auch die Gruppendynamik der Strongmänner- und frauen. Bei jeglicher Disziplin wurden die Athleten vom Publikum unterstützt. Man freute sich zusammen oder stieß gemeinsam ein betroffenes „Ohhhh“ aus, wenn ein Athlet trotz größter Bemühungen eine Disziplin nicht beenden konnte. Ich würde sagen, „Verlierer“ gab es an diesem Tag keinen einzigen. Natürlich kenne ich die „der letzte kriegt die meiste Unterstützung“-Mentalität schon aus dem CrossFit, aber die Dynamik beim gestrigen Wettkampf war doch nochmal etwas anders. So oder so finde ich, dass die Wettkämpfe im Gewichtheben, CrossFit und Strongman alle sehr unterschiedlich sind. Beim Gewichtheben herrscht vor jedem Versuch so eine Ruhe, dass man eine Nadel auf den Boden aufschlagen hören könnte. Lautstark unterstützt und angefeuert wird, sobald der Athlet die Hantel erstmal in einer sicheren Position hat, z.B. wenn sich jemand versucht aus der Überkopfkniebeuge beim Reißen rauszudrücken. Wie im letzten Beitrag bereits erwähnt entscheiden einfach Millisekunden über Sieg oder Niederlage. Beim CrossFit hingegen entscheidet neben der Kraft auch sehr viel der Kopf.. Ab einem bestimmten Punkt, wenn bestimmte Muskelgruppen einfach nur noch brennen oder man das Gefühl hat die Lunge fliegt einem aus der Brust, dann muss im Kopf ein Schalter umkippen und man muss einfach weitermachen. Meiner Meinung nach kann man beim CrossFit auch noch einige Sachen, die man nicht so gut kann, durch andere gut kompensieren. Klar, wenn das Workout aus deinen zwei Hassübungen besteht sind es nicht die Besten Voraussetzungen, aber vielleicht ist das nächste Workout ja eins, welches gerade deine Stärken sind. Und was mich nun so beim Strongman begeistert hat? Natürlich spricht der Name STRONGman schon vor sich.. es ist jedem klar, dass es um rohe Kraft geht. Aber einmal live dabei zu sein und wirklich zu sehen wie manche Athleten so unglaublich hart dafür kämpfen z.B. einen Atlas Stein auf eine bestimmte Höhe zu hiefen. Es ist auch unglaublich zu sehen, was für unterschiedliche Körpertypen was für Leistungen bringen können.IMG_8058 Man neigt einfach dazu einem stämmigeren Körpertyp mehr Kraft zuzuschreiben. Aber gerade einige der „schmaleren“ Athleten zeigten für mich unfassbare Leistungen. In diesem Sport kämpft man mit Sicherheit auch viel mit dem Kopf, aber letztenendes entscheidet hier doch einfach nur die rohe, pure Kraft. Man wird eine Last einfach nicht bewegen, wenn man nicht stark genug ist. Die Strongmänner und -frauen sind echt nochmal ein anderer Schlag Athlet und für die rohe Kraft die viele an den Tag legen, das ist schon beeindruckend.

Ich denke, dass wir in Zukunft nochmal nach dem ein oder anderen Strongman Event Ausschau halten werden :).

So, nun komme ich aber auch endlich zu dem Rezept für den Käsekuchen. Wie der ein oder andere vielleicht schon gemerkt hat, lassen die Dinge die ich backe immer viel Spielraum. Dies bedeutet: backst du lieber mit Zucker anstatt Honig dann nimm einfach Zucker statt Honig. Möchtest du die Kalorien für den Honig einsparen? Dann süß nach Belieben mit einem Süßungsmittel deiner Wahl..usw. Da ich den Kuchen bereits in verschiedenen Varianten gebacken habe spreche ich da aus Erfahrung ;).

Da ich noch ein Glas Schattenmorellen zu Hause gefunden habe hat die Variante auf den Fotos Schattenmorellen oben drauf. Da diese gezuckert sind ist der Kohlenhydratanteil eines Stückes natürlich höher, als wenn man z.B. Heidelbeeren verwendet. Selbstverständlich kann man tiefgekühlte Beeren verwenden.. aber dazu komme ich noch gleich.

Zutaten:
1 kg Magerquark
350 g Beeren deiner Wahl oder Schattenmorellen
6 Eier
100 g weiche Butter
100 g Honig (mit dieser Menge wird der Kuchen nicht so süß, man kann hier auch gerne 150 g Honig oder Zucker verwenden)
20 g Dinkelmehl
2 Packungen ungezuckertes Vanillepuddingpulver
1 TL Backpulver

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Zubereitung:
1. Magerquark mit Eiern verrmischen.
2. Honig, Butter, Dinkelmehl, Backpulver und die zwei Packungen Vanillepudding hinzu geben und zu einer glatten Masse verrühren (ein Schneebesen reicht dafür locker aus).
3. Nun eine Springform mit Backpapier auslegen und nun je nach Belieben entweder zuerst die Beeren in die Form legen und den Teig drüber geben ODER zuerst den Teig und dann die Beeren oben drauf legen.
4. Kuchen bei 175 Grad für ca. 60 Minuten backen.

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Ein Stück meines Kuchens mit den gezuckerten Schattenmorellen hatte bei 12 Portionen knappe 225 kcal pro Portion bei folgenden Makros: P:14 g/ K: 19 g /F:9 g

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